Jonathan Dilas Kurzgeschichten Stories out of Dreams

Echtzeit-Animationen
in der psycholektrisch-physiologischen Realitätsgestaltung

(© Jonathan Dilas)

 

Bericht 6

Kommentar:

In den letzten drei programmierten Tagen - in Simulationszeit - sind mir diverse Dinge aufgefallen, die ich unbedingt zur Sprache bringen wollte. Ein großes Lob an den Designer, dem Programmierer, dem Musiker und natürlich dem Empathen, der für die Empfindungen zuständig gewesen ist. Meinen Erfahrungen zufolge könnte noch ein wenig am bewußten Zugriff auf die Wärme- und Kälteregulierung des Körpers geändert werden, damit der Gast diese Empfindungen nicht zu extrem erfährt. Außerdem ist etwas zu viel Spielraum in bezug auf die autoprogrammierten Krankheiten gewährt worden, denn mancher Gast soll durch dieses Problem schon mehrere Simulationsjahre unnötig um den Genuß gebracht worden sein. Im weiteren einige Auszüge aus meinem Bericht vor Ort:

"Es ist unglaublich. Der programmierte Wind bewegt alles, was sich in seiner Umgebung befindet ... Bäume, Sträucher, sogar Vögel werden in ihrer Flugbahn beeinflußt. Und die Bäume ... eine hervorragende Kreation ... Ein großes Lob an den Designer, die Blätter und das Licht sind sehr gut gestylt... Selbst wenn ein Gefährt an mir vorbeikommt, vibriert der Boden ... und ... und der Himmel, na ja, etwas auffällig die Farbe, aber durch die extrem geschärfte Wahrnehmung ein wahrer Hochgenuß. Auch diese dreidimensionale, optische Sicht ist kaum zu überbieten...Die ganze Umgebung ist elektromagnetisch einwandfrei, ja perfekt aufgebaut. Niemand hinterfragt eine derart geniale Kulisse. Restspuren von elektromagnetischen Energie-Einheiten sind nicht mehr zu finden.

... Eine hervorragende Idee: Die Gäste finden sich in bereitgestellten Körpern wieder, bekommen eine persönliche Vergangenheit psycholektrisch eingespeist und werden so durch Unstimmigkeiten nicht mehr vom Genuß der physischen Realität abgelenkt. Jeder Körper ist mit einem organischen Computer ausgerüstet, den der Gast frei nutzen kann. Gleichzeitig ist er mit einem Zentralcomputer verbunden, von wo aus er seine Informationen über sein notwendiges Denken, Fühlen und Verhalten sofort empfangen kann."

Resultat

Wunderschön installiert diese Realität, aber zu weit von mir entfernt.