Jonathan Dilas Kurzgeschichten Stories out of Dreams

Aufbau von Körper und Umfeld
in der psycholektrisch-physiologischen Realitätsgestaltung

(© Jonathan Dilas)

 

Bericht 9

Kommentar:

Im Hinblick auf die Planung und Strukturierung des Bio-Gedächtnis, bezüglich des Gehirns, bin ich doch zu der Auffassung gelangt, daß die Entscheidung, dieses in den Zellen unterzubringen, effektiver ist. Durch die Gestaltung und Aufbau eines Zellgedächtnis ist es nämlich möglich, einen Reflektionsmechanismus einzubauen, der es jeder einzelnen Zelle ermöglicht, sich nach Aufnahme von gespeicherten Daten, psycholektrisch zu reproduzieren. Diese Reproduktion käme dem psycholektrischen Körper durchaus zugute und erzeugt somit einen ständigen Informationsfluß zwischen beiden Körpern.

Weitere Auszüge direkt vor Ort:

»Also, ich befinde mich hier in einer Art Halle, in der der zukünftige physische Körper des Besuchers, sowie dessen soziales Umfeld erstellt und ausgewählt wird. Jeder Gast wird also aufgefordert, sein Aussehen, seine Familie und Umgebung selbständig auszusuchen. Dieser Service gewährleistet die wenigsten Reklamationen nach dem Besuch des Gastes. Im weiteren erblicke ich gerade einen Gast, der bereits einen psycholektrischen Körper aufgebaut hat und sich gegenwärtig auf sein zukünftiges Umfeld konzentriert. Ich bitte ihn nun um nähere Erläuterungen:

»Ja, ich habe bereits einen psycholektrischen Körper aufgebaut und beschäftige mich nun mit dem zukünftigen Umfeld. Danach wird dieser Körper verdichtet und so physisch manifestiert.«

»Wie sieht die Konzentration auf das zukünftige Umfeld genau aus?«

»Nun, ich suche mir erst das Land und den Ort aus, danach werde ich meine Familie wählen, in der mein Körper manifestiert werden soll. Im Anschluß daran werde ich mir dann einige Projekte zusammenstellen, um sie dort physisch zu erfahren. Zum Schluß dieser Bemühungen werde ich, mithilfe einer speziell zusammengestellten Persönlichkeit, etwas später in diesen manifestierten Körper eingeschleust, und ich kann dann endlich meinen Aufenthalt dort genießen.«

»Können ihre Projekte denn realistisch erfahren werden, wenn sie sich doch an alles erinnern?«

»Natürlich werden die Erinnerungen im psycholektrischen Körper eingeschlossen, so, daß die zusammen-gestellte Persönlichkeit nicht mehr an sie herankommt. So wird realistisches Erfahren ermöglicht. Die eingeschlossenen Erinnerungen werden dann durch künstliche ersetzt, die von einem Hauptcomputer aus in die individuellen Biocomputer eingespeist werden. Sämtliche geplanten und erlebten Erfahrungen werden sofort in den Zellen, und somit auch in den reproduzierten Zellen, gespeichert, damit nichts verloren geht. Diese reproduzierten Zellen sind natürlich wiederherum Teile des psycholektrischen Körpers. Je nach Zeitperspektive ist das eine Ursache für das andere.«

Resultat

Erstaunlich ist dieser manifestierte Körper, der mithilfe der psycholektrischen Zellen eine eigene Intelligenz darstellt, auch wenn dieser leider im Konkurrenzkampf mit der absichtlich erstellten Persönlichkeit stehen kann. Als effektiv stellte sich auch die hohe Grafikauflösung heraus, die aber dennoch zu pixeln beginnt, wenn der dementsprechende optische Sinn innerhalb der dort oft entstehenden Dunkelheit angewendet wird.