Die Apollo 20 Mission

Wahrheit oder nur eine spannende Fantasy-Geschichte?

(verfasst von © Jonathan Dilas, 2008)



Das Programm "Apollo", wie viele Menschen wissen, war ein Forschungsprogramm der NASA zur Erkundung des Mondes. Apollo 11 war genau die Raumkapsel, die im Jahre 1969 auf dem Mond landete und Neil Armstrong war der erste Mann gewesen, der den Mond betrat. Die letzte Raumkapsel mit dem Namen Apollo 17 wurde laut der NASA eigentlich 1972 losgeschickt, im Anschluss daran wurde das Apollo-Programm beendet. Apollo 18, 19 und 20 waren zwar geplant, aber jene Missionen sind nicht durchgeführt worden.

Nun gibt es da einen Mann namens William Rutledge, der felsenfest behauptet, er wisse ganz genau, dass Apollo 20 dennoch losgeschickt worden wäre, weil er selbst an dieser Mission teilgenommen hätte. Er behauptet weiterhin, dass es eine russisch-amerikanische Mission gewesen wäre, da die Russen auf der dunklen Seite des Mondes im Gebiet Delporte ein seltsames Objekt untersuchen wollten, das bei der Apollo-15-Mission fotografiert wurde. Dieses Foto ist auf der Webseite der NASA bzw. der USRA (Universities Space Research Association) jederzeit einzusehen und zeigt in diesem Gebiet zwar eine Anomalie, aber es kann sich dabei auch um eine seltenere Gesteinsformation handeln. Laut Rutledge wurde das Foto von der NASA retuschiert, damit man es eher für eine Formation hält. 

              

Foto AS15-P-9625 der NASA/USRA Foto der Apollo-20-Mannschaft


Die Mitglieder der Apollo-Mission waren seinen Angaben nach Leona Snyder (USA), Alexei Leonov (USSR) und William Rutledge selbst (USA). Das Objekt, das auf dem Mond entdeckt wurde, soll eine gigantische Länge von ca. 35 km aufweisen und einem zigarrenförmigen Raumschiff ähneln. Nach ersten Einschätzungen muss dieses Raumschiff auf dem Mond notgelandet sein und liegt dort bereits seit Millionen von Jahren. Wenn man sich beide Fotos einmal anschaut, ist es in jedem Fall eine seltsame Formation, die sich dem Auge darbietet. Es wirkt auf den ersten Blick bei beiden Fotos wie ein zigarrenförmiges Objekt, das in einem Krater liegt. Für die typische Mondoberfläche in jedem Fall ungewöhnlich.

Es konnte bisher bestätigt werden, dass es die Mission Apollo 15 gegeben hat. Ebenso, dass Alexei Leonov tatsächlich ein Astronaut gewesen ist. Er war der erste Mensch, der sich außerhalb der Erde in einem Raumanzug im Weltraum aufhielt und war zusätzlich Leiter der russischen Apollo-Soyuz-19-Mission. Leonov hat jedoch nicht zugegeben, dass er bei der Apollo-20-Mission dabei gewesen wäre.

William Rutledge bleibt jedoch beharrlich und behauptet, dass es dieses Objekt auf dem Mond gibt und von seiner Crew untersucht wurde. Mehr noch, denn er sagt offen aus, dass er an Bord dieses Millionen Jahre alten Raumschiffs eine außerirdische Frau geborgen hätte und alles gefilmt zu haben! Nun erwartet man sicherlich, dass es diesen Film nicht zu sehen gibt, doch in diesem Fall irrt man sich. Rutledge hat diesen Film ins Internet gestellt und kann von jedem Besucher frei eingesehen werden.


Foto aus dem Film: Angebliche, außerirdische Frau

Die „außerirdische“ Frau hat eine ausgesprochene Mund- und Augenpartie, ihre Haut ist orangefarben und auf der Stirn besitzt sie eine Art Wulst oder Öffnung, die sehr an esoterische Hinweise bezüglich der Existenz eines dritten Auges hinweisen könnte. Wenn dieser Wulst eine solche Funktion andeuten soll, kann davon ausgegangen werden, dass die Beschaffenheit des Gehirns dieser außerirdischen Frau dem menschlichen sehr ähnlich sein muss, da es die Existenz einer überfunktionalen Zirbeldrüse andeutet.

Rutledge gibt an, dass er und seine Mannschaft das Alter des Raumschiffs sogar auf 1,5 Milliarden schätzen. Im Weiteren sagt er aus, dass seine Mannschaft beim Betreten dieses Wracks entdeckt hätten, dass bereits jemand anderes schon dort gewesen wäre, um das Raumschiff zu untersuchen. Er vermutet, dass es vielleicht eine andere Alienrasse gewesen sein könnte. Mit Sicherheit kann dies jedoch nicht bestimmt werden. An Bord des Raumschiffes entdeckten sie daraufhin zwei Außerirdische. Sie nahmen den weiblichen Außerirdischen mit, weil dieser noch gut erhalten schien, sowie einige Gegenstände wurden mitgenommen. Natürlich stellt sich hier die Frage, wie sich diese Außerirdische Dame so viele Jahre so gut halten konnte, da sie von Rutledge als eine der Piloten des uralten Wracks identifiziert wurde.  Dies muss vermutlich erst einmal unbeantwortet bleiben.

Der tollkühne Forscher Rutledge hat sich nach 35 Jahren dazu entscheiden, das Filmmaterial freizugeben und anstatt es an die Presse zu geben, hat er es einfach bei YouTube hochgeladen, einem bekannten Videoportal im Internet. Er geht davon aus, dass die jahrelangen und erfolgreichen Verschleierungstaktiken und Geheimhaltungen der amerikanischen Regierung nun langsam ihr Ende finden und diese es auch weiß.

Die Filme sind natürlich von einigen Stellen analysiert und näher betrachtet worden. Es hat unglaubliche Kontroversen ausgelöst und es gibt mittlerweile eine regelrechte Hetzjagd gegen Rutledge, indem man seine Interneteinkäufe nachverfolgt und seine Vergangenheit zu erforschen versucht. Es gibt offensichtlich einige Personen, die unbedingt herausfinden wollen, ob diese Mission nun tatsächlich existierte oder nur eine gut inszenierte Lügengeschichte ist.  

Da ich mich mit Bildmanipulationen ganz gut auskenne, habe ich mir den Film einmal etwas genauer angeschaut. Bei einer Prüfung der Filme zeigt sich, dass die Armaturen der Kapsel durchaus dem einer Apollokapsel entsprechen. Auch die Bildqualität entspricht ungefähr jener, wie sie in den 70er Jahren auf Apollo-Missionen üblich war. Der Ausblick auf die Mondoberfläche, die der Film kurz zeigt, wirkt ebenfalls sehr authentisch sowie die Armaturen und auch das Equipment, mit dem der Mann im Bild umgeht. Davon einmal abgesehen würde der Kameramann wahrscheinlich niemals so nah an die außerirdische Pilotin heranzoomen, wenn er wüsste, dass sie eine Fälschung wäre. Er würde vermutlich immer ein wenig auf Abstand bleiben, damit es nicht so schnell auffällt. Es wurden auch Äußerungen von Personen aus verschiedenen Berufssparten laut, die besagten, dass, wenn es eine Fälschung ist, es auch eine sehr gute wäre.

Es gibt aber auch einige Hinweise, die auf eine Fälschung hinweisen. Zunächst wirkt das Hantieren des Mannes (rechts im Bild von Film 1) mit der Kamera und das Verhalten des Objektes sehr irdisch. Die Mannschaft befindet sich zwar auf der Mondoberfläche, was bedeutet, dass Gravitation vorhanden ist, doch trotz alledem müsste sich die Kamera nicht genau so verhalten, wie es auf der Erde unter normalen, gravitatorischen Bedingungen der Fall sein würde. Auch wirken die Bildstörungen sehr eingesetzt und nicht wirklich authentisch. Die „außerirdische Pilotin“ wird auch im Bauch- und Brustbereich gefilmt und die Oberfläche erinnert an Silikon oder ein vergleichbares Material. Die Haare, wie im zweiten Film zu sehen ist, wirken teilweise wie aus Knete geformt.

Dann stellte Rutledge ein weiteres Video ins Internet, in dem eine uralte Stadt dargestellt wird, die er auf dem Mond gefilmt haben will. Dieses Video zeigt jedoch einen Mondboden, der exakt in dieser Form schon auf einem anderen Foto existiert und auf dem keine Stadt zu sehen war. Hätte Rutledge sich auf der bisherigen Geschichte mit der außerirdischen Pilotin berufen und nicht noch von einer gewaltigen Stadt auf dem Mond erzählt, wäre die Chance, dass man ihm glaubte, wesentlich höher gewesen. Doch das Auftauchen eines Filmes, das diese Stadt zeigt, wirkt auf die meisten viel offensichtlicher als eine Fälschung.

Ich habe mir das Video von der Mondstadt einmal angesehen und besaß ziemlich schnell den Eindruck, dass es sich um eine Fälschung handelt. Es wurde einfach ein Foto verwendet, das von Apollo 11 gemacht wurde, ein Bild von einer Stadt hinein gebastelt und Bewegung ins Bild gebracht. Dies wirkt schon ein wenig amateurhaft. Doch seine Filme mit der außerirdischen Pilotin und der Apollo-Raumkabine wirken wesentlich gelungener und sehr beweiskräftig. An dieser Stelle ist jedoch unklar, ob Rutledge auf Biegen und Brechen darauf aus ist, seine Geschichte zu beweisen oder ob er einfach nur wirtschaftliche Interessen besitzt. Eine Buchveröffentlichung mit dieser Vorgeschichte verspricht in jedem Fall ein Bestseller zu werden.

Last but not least hat sich im Internet auch eine Art Sport gebildet, indem vorwiegend Teenager und Twens in den NASA-Aufnahmen vom Mars, Mond oder gar der Erde nach Außerirdischen oder anderen, seltsamen Objekten Ausschau halten. Es ist mittlerweile durchaus bekannt, dass die amerikanische und auch die russische Regierung Informationen zurückhält und viele Gelder investiert, um dies auch bewerkstelligen zu können, doch genau diese Tatsache inspiriert und regt die Fantasie immer mehr an. Plötzlich werden in seltsamen Schatten auf dem Mond gewaltige Türme entdeckt oder aus kleinen Steinchen auf dem Mars werden Totenschädel. Man kann bei dieser Informationsflut nicht mehr sagen, aus welchen Motiven heraus Personen ausschließlich nach Fakten suchen, rein wirtschaftliche Interessen verfolgen oder wer einfach nur die Fantasie der Menschen anregen will.

Welche Motive Rutledge besitzen mag, kann man gegenwärtig nicht mit genauer Sicherheit sagen, aber er möchte offensichtlich, dass man glaubt, auf dem Mond gäbe es Geheimnisse, die man vor dem Menschen bewusst verborgen hält. In jedem Fall regen seine Filme die Fantasie an und für meinen Teil ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Unterstellungen an die amerikanische Regierung herangetragen werden. Ich kann dies auch nur unterstützen, denn wenn eine Unterstellung wesentlich schlimmer als die Wahrheit ist und das Volk diese sogar zu glauben beginnt, ist es gar nicht mehr so schwer, die Wahrheit zu sagen.



Quellen:

Film mit Raumschiff:

http://revver.com/video/624322/alien-spaceship-on-the-moon-stills-from-apollo-20

USRA-Foto:

http://www.lpi.usra.edu/resources/apollo/frame/?AS15-P-9625

Bergungsfilm 1:

http://www.revver.com/video/797542/apollo-20-ebe-mona-lisa-tv-unscheduled-transmission

Bergungsfilm 2:

http://www.revver.com/video/797241/apollo-20-ebe-mona-lisa-16-mm-film